Nach einem Sonnen-Flare der Intensität X1.9 aus der Fleckengruppe 4341 am Sonntag, 18. Januar 2026 waren über dem Hochnebel in der Schweiz am Montagabend Polarlichter zu beobachten.

(Quelle: SOHO, NASA, Spaceweather.com)

Um knapp nach 20.00 Uhr nur 25 Stunden nach der grossen Explosion auf der Sonne war die Schockfront mit bis zu 1100 km/s angekommen. Das Magnetfeld drehte extrem nach Süden und es war ein BZ von -70. Also Webcam Rigi schauen. Da war um 21.40 Uhr Polarlicht drauf. Nebel schauen. Ungefähr 700 Meter. Also los Richtung Eigenthal. Der stärkste Sonnensturm seit 2003 trifft auf die Erde und löst einen G4 Sonnensturm aus. Dieser Sturm wird mehr als 24 Stunden dauern.
Es war knapp nach 22.00 Uhr als im Holderchäppeli folgende Bilder aufgenommen werden konnten. Die grosse Show begann. Es bildeten sich mehrere Reihen von grünen Bändern. Teil so hell, dass ich abblenden musste.


Es gab wunderschöne grüne Bänder zusammen mit Roten Beamern. So intensiv innert Sekunden aufgeschienen.




Ganz interessantes Foto mit unten dem grünen Bogen, dann oberhalb Rot und ein weiterer grüner Bogen wieder rot und dann oben aber der nächste Bogen der entstand und fast schon blau weiss war. Wie die oberen Bögen entstehen ist mir nicht bekannt. Im Meteorosforum diskutieren sie über einen Protonenevent. Aber die helle Farbe habe ich noch nie so beobachten können.







Die Bänder bildeten sich von rechts und von links und trafen sich in der Mitte am Himmel. Sie leuchteten so extrem hell. Es schien dann als sie zusammen waren dass sie innert 5 Sekunden erlöschten wie ein Kurzschluss die ablöschen würde. am Folgetag habe ich gelesen, dass es sich evtl. um einen Bogen handelt der aufgrund der Protonen erzeugt worden ist. Es war auch höher als die roten.
Ich konnte zwischendurch mir einen kleine Gag nicht verkneifen. Ich habe ein Bild gemacht in dem ich vor der Kamera das Polarlicht festhielt.


Aber als Abschluss flog dann noch das durch das Bildfeld der Kamera.

Bis gegen Mitternacht gab es ein paar Interessierte auf dem Parkplatz die dann auch sich die Nacht um die Ohren schlagen wollten. Interessant war, dass in dieser Zeit das Magnetfeld bis 60 Nord war was normalerweise für uns hier unten einen sofortigen Stopp der Polarlichter heisst.
Michael Donath hat mir auch ein paar Fotos zugeschickt. Die waren mit dem IPhone gemacht. Ist interessant den Vergleich zu haben was das Handy kann und was die Spiegelreflex. Bei einer Belichtungszeit von 1 Sekunde und den hohen ISO-Zahlen ist es schon erstaunlich was hier gemacht werden kann. Das ist auch aus der Hand aufgenommen. Meine Fotos waren auf dem Stativ. Herzlichen Dank an Michael und es war interessant mit anderen dieses fantastische Ereignis zu sehen.




Interessant hier, dass es mit dieser kleinen Brennweite deutlich mehr von Himmel sieht als das 28 mm bei mir. Hier ist also unten grüner Bogen, dann Roth und in verschiedenen Höhen weitere grüne und Weisse Bögen.

erstaunlich war, wie hoch der rote Teil am Himmel ging.


Evtl. werden im Verlauf der Nacht noch weitere Polarlichter zu beobachten sein. Aktuell ist aber das Magnetfeld zu weit nördlich.
Aufgrund der Vorwarnung die wir rausgaben waren auch einige Mitglieder der AGL unterwegs. So konnte Jörg Lang beim Gormund folgende Aufnahmen machen.


Brennweite 19 mm / Blende 4,5 / Belichtung 15 Sek. ISO-6400, Jörg Lang, Gormund
Andreas Walker konnte am Montag in Leutwil (AG) das Porlarlicht aufnehmen. Interessant bei seinem Bild ist, dass er direkt am Nebelrand war (der ihn dann später noch einholte). Unten im Bild der Nebel, darüber das Polarlicht.

Die automatische Roundshoot Webcam auf Rigi-Scheidegg hat während über 90 Minuten eindrückliche Polarlichter verschiedener Farben aufgezeichnet, welche über dem Hochnebel Richtung Zugersee / Norden zu sehen waren.
Und hier noch ein Bericht auf SRF Meteo mit zusätzlichem Material zu dieser Polarlichtnacht über der Schweiz.
Und weiteres Material zur Polarlicht-Nacht im Bericht vom Tages-Anzeiger.
Markus Burch und Roland Stalder, Dienstag, 20. Januar 2026
20. Januar 2026:
Nachdem über den Tag die KP Werte immer noch auf 7 und höher waren, so blieb das über den Tag. Auch die Geschwindigkeit und die Dichte wie auch das Magnetfeld nach Süden waren gut und versprachen, dass es am Abend evtl. noch was geben könnte.
Also fuhr ich nochmals Richtung Parkplatz oben bei der Abzweigung zum Schwarzenberg. Da waren schon 8-9 Fahrzeuge inkl. ein paar Bekannte vom Vorabend.




Nachfolgend noch die Aufzeichung der Polarlichtwahrscheinlichkeit vom 20. Januar 2026.

Auch Edi von Bergen hat auf dem Glaubenberg die Polarlichter aufgenommen. Es war aber deutlich schwächer als gestern.
Auch unterwegs war Andreas Walker. Er war an diesem 20. Januar unterwegs in der Nähe des Landessenders in Beromünster. Er hat da einen schönen Baum als Vordergrund für die Polarlichter gefunden.

Auch am schwächeren Polarlichttag hat Andreas hier einen schönen Beobachtungsort gefunden.

Danke für die Bilder die wir hier auch präsentieren dürfen an alle die sie bereitstellen.
Für mich war das jetzt das 5. Polarlicht seit November 2023 (und 2 auf den Webcams da es Nebel hatte). Das ist eine gute Ausbeute. Die davor in Luzern waren im 2001 und 2003 gewesen. Und ich hoffe, dass es noch nicht das letzte in diesem Sonnenzyklus gewesen ist.
Markus Burch, 21. Januar 2026, updated 25. und 29. Januar 2026









