Am Mittwoch 12.8.2026 fand in Spanien seit mehr als 100 Jahren wieder eine totale Sonnenfinsternis statt. Millionen von Leuten beobachteten diese Finsternis in Spanien. Darunter auch einige Mitglieder der AGL. die meisten hatten Glück aber im Norden und einem Gebiet an der Mündung des Ebros war die Finsternis wegen Wolken nicht zu sehen.

Nachfolgend werden wir diverse Bilder und Informationen von den einzelnen Gruppen hier präsentieren:
Marc Horat und Familie, Léon:
Marc Horat war mit Spezialequipment unterwegs um Filmmaterial für das Planetarium in Luzern zu erstellen. Geplant war die Beobachtung südlich von Oviedo. Am Tag der Finsternis war Oviedo selber wolkenverhangen. Der Beobachtungspunkt auf dem Berg hatte nach dem Mittag auch einige Wolken.

So fiel die Entscheidung weiter nach Süden in die Region von Léon zu fahren.
Der weitere neue Beobachtungsort zahlte sich aus. Von dort aus konnte Marc Horat die Finsternis wunderschön beobachten.


Canon, EOS 90D, Canon EF-S55-250, ISO 400, Blende 5.6, 1/60 Belichtungszeit
Ich habe mit dem Photoshop gespielt um die Korona noch stärker rauszuarbeiten und auch die Magnetfelder der Sonne sichtbar zu machen.

Quelle Marc Horat, Canon, EOS 90D, Canon EF-S55-250, ISO 400, Blende 5.6


Quelle Marc Horat
Auch die Aufnahmen mit den Spezialkameras für die Fulldomeprojektion sollten gemäss Marc ok sein. Danach begann der lange Rückweg wieder in den Norden zur Unterkunft und da kam es dann zum üblichen Verkehrsstau der nach einer Finsternis immer stattfindet.

Quelle Marc Horat
Edi von Bergen und Astrokollegen
Auch Edi war mit Astrokollegen unterwegs in Spanien und hat folgende Bilder geteilt. Beobachtungsort:
Alcañiz – Google Maps



Quelle Edi von Bergen. Astro Optik GmbH

Quelle Edi von Bergen Astro Optik GmbH

Quelle Edi von Bergen, AstroOptik GmbH

Quelle Edi von Bergen, AstroOptik GmbH


Bühlmann/Eichenberger/Kronenberg auf dem Schiff auf den Balearen:
Die 3 Familien waren zusammen auf einem Segelschiff unterwegs zwischen Mallorca und Menorca. Dabei konnten sie die Sonnenfinsternis auch tief über dem Horizont beobachten.














Der SAG Präsident auf Staatsbesuch in Spanien.

Serie von Beat Bühlmann aus dem Whatsapp und Peter Kronenberg Theema. Während der Totalität störte ein Cirrenfeld die Beobachtung. Allerdings verschwand dann bei Ihnen die verfinsterte Sonne im Meer.
Maurice Cerezo, Saragossa:
Maurice Cerezo war mit einem Kollegen in Madrid und ist dann per Mietauto in die Nähe von Saragossa für die Beobachtung der Finsternis gefahren. Dort auf einem Hügel haben viele Leute zusammen eine schöne Zeit gehabt und die Finsternis beobachtet.
Überall in den Städten und den Hotels gab es Hinweise auf die Sonnenfinsternis.
Maurice und sein Kollege sind dann weiter nach Lleida und dann nach Barcelona. Für ihn war es die erste totale Sonnenfinsternis, die er erleben durfte.
Jörg Lang, AGL:
Jörg war auch wieder unterwegs an der totalen Sonnenfinsternis und hat uns im Moment diese Fotos geschickt. Nach seiner Rückkehr werden wir mehr Informationen erhalten.
Jörg Lang hat unterdessen auch einen schönen Erlebnisbericht zur Finsternis in Spanien geschrieben. (eingefügt am 25. August)
Markus Burch, 14.8.2026
Während der totalen Phase einer Sonnenfinsternis sind mit dem blossen Auge (oder mit Hilfe eines Feldstechers) wunderschön die Strahlen der Korona zu sehen, den solaren Magnetfeldlinien folgend von den innersten Bereichen direkt über der Sonnenoberfläche bis zu mehreren Sonnenradien ausserhalb. Die dabei existierenden Helligkeitsunterschiede innerhalb der Korona von mehreren 1000-fach stellen für das Auge keine grossen Probleme dar. Der überwältigende Anblick der Korona macht eine totale Sonnenfinsternis absolut unvergesslich! Bei jeder Sonnenfinsternis hat die Korona wieder eine etwas andere Form, je nach Aktivität der Sonne. Zahlreiche Enthusiasten reisen daher immer wieder um die halbe Welt, um solch überirdische Anblicke immer wieder aufs Neue zu erleben.
Mit einer Kamera muss ein ziemlich grosser Aufwand betrieben werden (HDR-Technik), um solch extreme Helligkeitsunterschiede überhaupt in einem Foto abzubilden und den „visuellen Anblick“ irgendwie reproduzieren (oder sogar übertreffen) zu können. Die Situation ist gut vergleichbar mit einer Mondsichel, wo wir von blossem Auge gleichzeitig die Mondoberfläche mit Krater und Gebirgen und den 1000x schwächeren Erdschein sehen können. Auch hier ist nur mit HDR-Technik ein adäquates Foto erreichbar.
Hier als Beispiel zwei Bilder von der abnehmenden Mondsichel und dem Erdschein am 8. August um 05:32 Uhr MESZ (also etwas mehr als vier Tage vor der totalen Sonnenfinsternis in Spanien), aufgenommen innert weniger Sekunden durch das Teleskop TEC APO 180 FL in der Sternwarte Luzern mit einer Canon 6D bei ISO 200 mit um den Faktor 2^11 = 2’000 gespreizten Belichtungszeiten. Das dritte Bild ist das HDR-Bild, zusammengefügt mit dem HDR Befehl von Adobe Lightroom aus insgesamt 12 verschiedenen Belichtungszeiten.
Nachfolgend drei spezielle Bilder von der Korona während der Totalen Sonnenfinsternis in Spanien. Auch für diese Bilder wurde die HDR-Technik, nebst anderen Tricks, eingesetzt.

HDR-Foto: Alessandro Carrozzi

HDR-Komposit: Alessandro Ravagnin and Nicola Bizzotto

HDR-Komposit: Matt Penn
19. August 2026, Roland Stalder





















