Aktuelles am Himmel

Lohnende Beobachtungen im April 2021

Merkur

Am 19. steht er in oberer Konjunktion jenseits der Sonne. Er zieht dabei mit ihr über den Taghimmel und ist nicht beobachtbar. Am 27. durchläuft er mit 46 Mio km sein Perihel, also den sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. In diesem Moment rast er mit seiner höchsten Bahngeschwindigkeit dahin, nämlich 59 km/s (= 213’000 km/h). Damit ist Merkur der Sprintmeister des Sonnensystems, denn kein anderer der Planeten kann sich je so schnell fortbewegen.

Venus

Sie löst sich nur langsam aus der Umklammerung der Sonne und kann bis Ende April nur gerade 9° Abstand gewinnen. Dies ist für Beobachtungen nicht ausreichend und so hält sie sich vorderhand noch im Sonnenglanz verborgen.

Mars

Mit weniger als 5“ Dm. ist der rote Planet nur noch ein mickriger Abglanz seines grossen Auftritts im letzten Oktober, als er sich mit fast 23“ präsentierte. Mars wandert durch den Stier und wechselt am 24. in die Zwillinge. Die noch schmale Sichel des zunehmenden Mondes gesellt sich am Abend des 17. zu ihm. Mars geht zu Beginn um 2 Uhr MESZ unter, Ende Monat nur gerade eine halbe Stunde früher. Allerdings verkürzt der immer später einsetzende Einbruch der Nacht die Dauer seiner Sichtbarkeit.

Jupiter

Der Planetenriese tritt seine Herrschaft am Morgenhimmel an. Er erscheint etwa 2 Stunden vor der Sonne im Osten und steht bei einsetzender Dämmerung bereits etwa 15° hoch im Südosten. Am Morgenhimmel des 7. bildet die schmale abnehmende Mondsichel mit Jupiter und dem Ringplaneten Saturn zusammen ein hübsches Dreieck tief im Osten.

Saturn

Seit der denkwürdigen, äusserst engen Begegnung der beiden Riesenplaneten kurz vor Weihnachten 2020 haben sie sich inzwischen wieder auf fast eine Stunde voneinander abgesetzt. Saturn geht zu Beginn um 5 Uhr MESZ, am Ende kurz nach 3 Uhr im Südosten auf. Sein Ringsystem schliesst sich allmählich und weist zurzeit noch eine Öffnung von noch 17° auf.

Mond

Der abnehmende Mond zieht am 1. durch die Waage. Am Ostersonntag (4.) letztes Viertel extrem tief (-25,4°) im Schützen. Am 12. Neumond in den Fischen. Erstes Viertel extrem hoch (+24,5°) unweit von Pollux in den Zwillingen. Vollmond am 27. in der Jungfrau. Mit einer Entfernung von 357’000 km steht der Mond an diesem Abend in Erdnähe und erscheint besonders gross und hell, besonders auffällig beim Aufgang niedrig über dem Horizont.

Quelle: „Sky and Telescope“, April 2021; Red JBarili

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