Aktuelles am Himmel

Lohnende Beobachtungen im November 2021

Merkur

Der sonnennächste unter den Planeten ist in den ersten Novembertagen noch am Morgenhimmel beobachtbar. Dabei trifft er sich am 3. sehr tief stehend im SSO zu einem Dreieck mit der hauchdünnen Sichel des Mondes (nur 36 Stunden vor Neumond) über ihm und dem Stern Spica rechts neben ihm. Ein Feldstecher dürfte hilfreich sein zu dieser Beobachtung.

Venus

Sie zieht, 5° unter der Ekliptik wandernd, sehr tief (auf -27°) durch das Sternbild des Schützen und ist in der Abenddämmerung auffindbar. Dies wird am 7. und am 8. durch die zunehmende Sichel des Mondes erleichtert, der sich am 7. rechts und am 8. links von ihr zeigt.

Mars

Seit seiner Konjunktion mit der Sonne am 8. Oktober hat sich der rote Planet bereits etwa 15° von ihr nach Westen (rechts) abgesetzt, was aber noch nicht ganz ausreicht, um sich aus der hellen Morgendämmerung zu lösen. Im November nicht beobachtbar.

Jupiter

Bei Einbruch der Dunkelheit hat der Planetenriese den Meridian im Süden bereits passiert. Dies verkürzt seine Sichtbarkeit drastisch, so dass er zu Beginn rund um Mitternacht, am Monatsende bereits um 22h30m MEZ unter dem Horizont im Westen verschwindet. Der Durchmesser des Planetenscheibchens sinkt von 42“ auf 38“. Ein lohnendes Objekt für Beobachtungen bleibt er aber auch so noch allemal.

Saturn

Der Ringplanet geht dem Riesen Jupiter um etwa eine Stunde voraus und steht zudem rund 5° tiefer. Seine Präsenz ist demnach noch kürzer als bei Jupiter. Er geht zu Beginn um 22h40m, am Monatsende schon um 21 Uhr im SW unter.

Mond

An Allerheiligen zeigt sich der Mond als schmale Sichel am Morgenhimmel. Dabei müsste das sogenannte „Erdlicht“ schön zu sehen sein. Wie der Name sagt, ist die Nachtseite des Mondes in dieser Phase in sehr fahles Licht getaucht, denn er wird durch die fast volle Scheibe der Erde beleuchtet. Die Erde erscheint am Mondhimmel fast 4x grösser als der Vollmond am Erdhimmel und reflektiert das Licht zudem viel besser. Im Feldstecher lassen sich bei klarer Sicht im „Erdlicht“ die dunklen Mare auf dem Mond erkennen und sehr helle, umstrahlte Krater wie etwa Tycho und Kopernikus.
Neumond tritt am 4. ein, danach passiert der zunehmende Mond am 8. die Venus, am 10. den Saturn und halbvoll im ersten Viertel am 11. den Jupiter. Vollmond ist am 19. im Widder und letztes Viertel am 27. nahe des Sterns Regulus im Löwen.

Quelle: „Sky and Telescope“, November 2021; Red JBarili

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